Sichere Datentransfers in der Cloud – ein Vergleich aus der Praxis: AWS, Azure und Google Cloud
Wenn wir über Cloud-Sicherheit sprechen, ist ein Thema fast immer präsent – die Absicherung von Datenströmen. Ob zwischen Regionen, Services, Mandanten oder aus der On-Prem-Welt in die Cloud: Datentransfers sind ein neuralgischer Punkt, technisch wie regulatorisch.
Jede Plattform hat ihre eigenen Ansätze – und genau hier wird es spannend:
AWS:
Mit PrivateLink, Direct Connect und durchgehender TLS-Verschlüsselung sind die Werkzeuge stark, besonders im Kontext isolierter Netzwerke. Die KMS-Architektur erlaubt es, Verschlüsselung konsequent selbst zu steuern – was für viele Kunden ein echter Pluspunkt ist.
Azure:
Die Stärke von Azure liegt in der engen Verzahnung mit Microsofts Ökosystem – insbesondere im Zusammenspiel mit AAD, Defender und DLP. ExpressRoute ist für viele Unternehmen die bevorzugte Lösung, um Daten außerhalb des öffentlichen Internets zu übertragen – inklusive klarer SLA-Strukturen.
Google Cloud:
GCP geht einen etwas anderen Weg – mit VPC Service Controls, die einen Perimeter-Schutz auf Datenebene ermöglichen. Kombiniert mit CMEK und Client-seitiger Verschlüsselung bietet GCP eine hohe Transparenz und Kontrolle – gerade für Unternehmen mit sehr strikten Policies.
Was ich in Projekten immer wieder sehe:
Die Tools sind da – aber die eigentliche Herausforderung liegt in Architektur und Governance. Es geht nicht nur darum, die Features zu kennen, sondern sie richtig zu kombinieren, im Kontext der eigenen Compliance-Anforderungen und operativen Realität.
Mich interessiert:
Wie geht ihr das Thema Datentransfersicherheit in Multi- oder Hybrid-Cloud-Umgebungen an? Nutzt ihr dedizierte Netzpfade? CMEK? Oder habt ihr eigene Patterns entwickelt?
Ich freue mich auf eure Einblicke und Erfahrungen – gerne hier oder per Nachricht.
